Mit dem Begriff “Bauchlandung” lässt sich der Verlauf der Saison 2020/21, die nun abgebrochen wurde, am besten beschreiben.

Das, womit alle gerechnet haben, ist nun auch eingetreten. Die drei Handballverbände in Baden-Württemberg haben beschlossen, die Saison 2020/21 vorzeitig abzubrechen. Damit gehen alle Mannschaften, die in der Baden-Württemberg-Oberliga und den darunterliegenden Ligen antreten, bereits im Winter in die vorzeitige Sommerpause.

Eine Fortführung der Runde wurde mit der stetigen Verlängerung des Lockdowns immer unwahrscheinlicher, da auch das Austragen der Hinrunde in allen Ligen zeitlich bis zum Sommer nicht mehr realistisch schien. Man hätte den Mannschaften vor Wiederaufnahme schließlich noch zwei bis vier Wochen Mannschaftstraining vor Wiederaufnahme zugestehen müssen. Auch weitere Spielverlegungen aufgrund von COVID-19-Fällen wären sehr wahrscheinlich gewesen, weshalb die Durchführung einer Einfachrunde langsam aber sicher zu einem Ding der Unmöglichkeit wurde.

Da im September und Oktober nur wenige Spiele ausgetragen wurden, findet keine sportliche Wertung der Saison statt. Insbesondere hat das zur Folge, dass es keine Auf- und Absteiger geben wird. Die Baden-Württemberg-Oberliga besitzt damit – bis auf eine Ausnahme – die gleiche Zusammensetzung wie in der aktuellen Saison 2020/21. Die Neckarsulmer Sportunion erklärte bereits im Dezember ihren freiwilligen Rückzug aus der Oberliga zur kommenden Saison.

Es bleibt zu hoffen, dass die Corona-Pandemie durch die Kontaktbeschränkungen sowie Impfungen in diesem Jahr wieder in den Griff zu bekommen sein wird. Dann ist im Herbst vielleicht mit einem Handball-Neustart zu rechnen, der nicht ein solch jähes und schnelles Ende wie im vergangenen Herbst findet.

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